Wie bekommt man eine Versicherung für den Xiaomi Scooter M365 in Deutschland?

Es gab soeben einen interessanten Beitrag in der e-Scooter Deutschland Facebook Gruppe. Markus hat für seinen Xiaomi M365 Pro erfolgreich eine Versicherung abgeschlossen und sein Kennzeichen (Versicherungsplakette) erhalten. Daraufhin war er bei der Polizei die ihm den Scooter begutachtet und für gut befunden hat. In der Zwischenzeit haben weitere Gruppenmitglieder die Vorgehensweise bestätigt.

 

So bekommt man die Versicherung für den Xiaomi Scooter M365 in Deutschland

So hat Markus die Registrierung erledigt:

1. Markus hat bei der Versicherung nachgefragt was er für eine Zulassung benötigt. Dort wurde ihm mitgeteilt er benötigt eine COC (= Certificate of Conformity (deutsch Konformitätsbescheinigung)), damit muss er beim TÜV eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) abholen.

Xiaomi Scooter M365 COC

Xiaomi Scooter M365 COC

Xiaomi Scooter M365 COC
Xiaomi Scooter M365 COC

 

Xiaomi Scooter M365 - EU Declaration of Conformity
Xiaomi Scooter M365 – EU Declaration of Conformity

 

Xiaomi Scooter M365 FCC
Xiaomi Scooter M365 FCC

2. Mit dem COC war er dann beim TÜV, dort wurde ihm ein Schreiben ausgestellt in dem die Seriennummer des M365 als Fahrzeug-Ident-Nummer eingetragen wurde. Für einen Aufpreis hätte er auch eine Einzelzulassung bekommen, es wurde ihm aber erklärt das dies nicht nötig wäre.

3. Diesen Zettel hat die Versicherung bekommen und den e-Scooter zugelassen (Siehe Bild). Zusätzlich bekam Markus einen Versicherungsschein, der die Fahrzeug-Ident-Nummer als abgenommen bescheinigt, sollte die Polizei nachfragen.

Wie bekommt man in Deutschland eine Zulassung für Xiaomi M365 Scooter
Screenshot Facebook

 

4. Gesagt, Getan. Markus wollte es genau wissen und war mit seinem Xiaomi bei der Polizei. Dort wurde der Scooter freundlich und ausgiebig begutachtet, das Typenschild kontrolliert und alles für gut befunden.

 

Vielleicht war es nur ein Einzelfall, aber es hat funktioniert eine Versicherungsplakette zu bekommen und dieses Fahrzeug zu versichern. In der e-Scooter Gruppe könnt ihr Markus selbst dazu befragen. Ihr könnt auch gerne ein Kommentar schreiben und ich leite es weiter.

 

Weitere Infos

Hier mein Praxisvergleich: Xiaomi M365 vs Xiaomi Scooter Pro

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12 Kommentare

  1. Hallo
    Mit der Geschichte stimmt einiges nicht:
    1) Eine Versicherung bekommt man auch ohne Betriebserlaubnis (eine ABE/BE ist keine Bedingung für die Versicherungspflicht) – Versicherer lehnen zu Unrecht (!!) die Versicherung bei fehlender ABE ab!
    2) Eine CoC ist schon von sich aus gültig (Europarecht), weswegen man mit einer CoC keine Betriebserlaubnis mehr braucht.
    3) Der M365 hat meines Wissens nach keine CoC sondern es gibt nur eine DoC.
    3) Die Versicherungs-Klebeplakette ist der FALSCHE Versicherungsnachweis für den M365….der M365 ist KEIN Elektrokleinstfahrzeug, da er zu schnell ist (25km/h, Änderungen an der Firmware ändern nix am rechtlichen Status)…deshalb gilt er als ganz normales Kleinkraftrad (Moped) und muss ein normales Mofa-Wechselkennzeichen (Blech) bekommen. Wer mit dem M365 und einer Klebeplakette rumfährt riskiert ein Bußgeld wegen dem falschen Versicherungskennzeichen (ist aber unwahrscheinlich, dass es der Polizei auffällt).
    4) Mit der Polizei hat er Glück gehabt, nix weiter…..der Polizei hätte auffallen müssen, dass der M365 kein Elektrokleinstfahrzeug ist.

    1. Du kannst Markus gerne in der Facebook Gruppe befragen. Es wurde auch von anderen Mitgliedern die Vorgehensweise bestätigt.

      ad 3) Man kann den M365 mit einer Firmware elektronisch begrenzen. Soweit mehrfach berichtet wurde darf die Beschränkung nicht einfach aufgehoben werden können (sprich per App Ein- & Ausschalten). Die legalen Scooter kann man vermutlich auch mit wenigen Handgriffen freischalten.

  2. Markus hat keine COC für den M365. Die existiert nicht. Vielleicht hat Marcus mit der COC für das Ladegerät Erfolg gehabt. Eine Versicherung für ein Fahrzeug ohne ABE zu bekommen ist kein Problem. Siehe dazu auch PfVG Paragraf 1 bis 5.

    Soll er doch einmal ein Foto der ABE oder COC zeigen. Die Beamten waren ungeschulte Deppen, sry 😂

  3. Liegen die Unterlagen ( CoC, DoC, FCC ) bei Kauf bei oder der muss man die beim Hersteller anfordern?
    Muss man eine bestimmte Firmware wegen der elektronischen Begrenzung vorher installieren oder einfach zum TÜV damit?
    Wenn das wirklich stimmt kaufe ich mir sofort einen.
    Da ich kein Facebook nutze würde ich mich über eine Antwort freuen.

  4. Die CoC im Artikel gehört zum Ladegerät – hier wurde schlicht ein Fehler zu seinen Gunsten gemacht. Auffallen wird das jedoch erst bei einem Versicherungsfall/Unfall mit den entsprechenden Konsequenzen.

  5. Wer Scooter mit Zulassung (teuer) verkaufen möchte hat natürlich etwas gegen die Nachzulassung bzw. Zulassung von Preiswerten Import-Scootern. Soviel zu den Kommentaren hier…

    Nur in Deutschland existiert dieser Regulierungszwang in anderen EU Ländern geht es wesentlich unbürokratischer zu und man kann natürlich im seinem Import-Scooter auf die Straße. Nachzulassung ist eine gute Sache, je weniger Bürokratie umso besser. Reduziert auch Elektroschrott!

    Vielen Dank Markus!!

  6. Ich war mal beim TÜV mit meinem M365 Pro hier das schreiben 😉 ->

    Sehr geehrter Herr XXX,

    • Geschwindigkeit 25 km/h im „Sport-Mode“
    • Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) ist nicht nachgewiesen.
    • Nachweis der Antimanipulation ist fragwürdig, da der Hersteller selbst eine App anbietet in der die Leistung verändert werden kann.
    • Beleuchtung ohne Prüfzeichen vorne/hinten
    • Reflektoren falsche Farbe seitlich und ohne Prüfzeichen
    • Kennzeichenhalter fehlt

    wenn Sie meine aufgeführten „Bedenken-Punkte“ wiederlegen können ist eine Prüfung sinnvoll und auch möglich.

    Ich prüfe Ihnen gerne Ihren Scooter. Dazu muss der (umgebaute) Scooter und das Ladegerät nach Grünberg an unsere Prüfstelle und ich brauche dafür ca. 1-2 Wochen Zeit.
    Die Kosten schätze ich auf ca. 250-300,- Euro.
    Wenn alles konform ist kann auch ein positives Gutachten in Form einer Einzelbetriebserlaubnis erstellt werden.
    Es ist aber nur fair darauf hinzuweisen, dass es um die „Voll-Erfüllung“ der Vorschriften aus der Elektrokleinstfahrzeugverordnung (eKFV) geht und das falls etwas nicht entsprechend ist auch ein negatives Gutachten bezahlt werden muss. Sie haben sicher Verständnis dafür das wir nicht nach dem Erfolgsprinzip arbeiten, sondern wir prüfen alles was Sie wollen als Dienstleistung.
    Wir sind technisch in der Lage jede erforderliche Prüfung an Kraftfahrzeugen für den entsprechenden Dienstleistung-Stundensatz von ca. 135,- € pro Stunde durchzuführen, wobei das Prüfen/Probefahren der kleinere Teil ist und besonders die Dokumentation bei der Gutachtenerstellung den zeitlichen Hauptteil ausmacht.
    Eine Kfz-Fahrgestellnummer wird beim KBA angefragt, von mir eingeschlagen und ein korrektes Typenschild bekommen Sie bei der Abnahme von uns auch angebracht.

    Wenn Sie eine Prüfung wünschen, so legen Sie die geforderten Nachweise für die EMV-Problematik und die Antimanipulationssicherheit bei, dann brauche ich diese Punkte nicht selbst zu prüfen/recherchieren und der oben angedeutete Preis ist für die Fahrversuche und die abschließende Dokumentation realistisch.
    Für einen Termin oder Fragen zur Anlieferung/Abholung stehe ich Ihnen gerne per Mail zur Verfügung.

    Bitte fragen Sie zuerst den Hersteller an, ob er mittlerweile ein EMV-Nachweis nach ECE-R10 oder DIN EN 15194 (Pedelecs) oder 2014/30/EU (Maschinenrichtlinie) in Verbindung mit 2014/35/EU (Niederspannungsrichtlinie) mit Messdaten/Messprotokollen liefern kann. Der Firmensupport von Ninebot hat bisweilen keinen gültigen Nachweis der EMV-Bescheinigung liefern können, jedoch kann der Hersteller inzwischen die EMV-Prüfungen für das Scooter-Modell nachgeholt haben und stellt Ihnen das möglicherweise digital zur Verfügung. Dann wäre dieser Punkt auch abgehakt…
    Die vom Ihnen angefügten (von Ninebot selbstgeschriebenen) Bescheinigungen reichen nicht aus, wir benötigen die Dokumentation der EMV-Prüfung von einem akkreditierten Prüflabor, also den EMV-Prüfbericht selbst, damit man sehen kann ob die verbauten Teile Ihres Rollers auch damals bei der Prüfung genau so verbaut wurden und vor Allem was die Bauteile für Emissionen hatten. Die Prüfungen für Kfz sind wesentlich aufwendiger, als für quaasi-stationäre Maschinen oder Spielzeuge.

  7. „…deshalb gilt er als ganz normales Kleinkraftrad (Moped) und muss ein normales Mofa-Wechselkennzeichen (Blech) bekommen“
    Heißt das, dass er ohne Umbauten sofort als Mofa versichert und gefahren werden kann?
    Hat das schon jemand gemacht? Das schwere Mofa-Schild an das Schutzblech anschrauben/-kleben wird wohl Probleme machen.
    Meien Versicherung würde auch eine Mofaschild ausgeben.

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